Wegweisererstellung


Zielangaben


Die Zielangaben auf den Wegweisern können weitgehend regelbasiert hergeleitet werden. Damit wird eine durchgängige und widerspruchsfreie Signalisation der Routen im Gelände angestrebt. Voraussetzung für eine regelbasierte Wegweisererstellung ist aber eine konsequente Wanderwegplanung. Ergebnis dieser Planung sind ein Wanderwegplan, ein Routenverzeichnis und ein Standortverzeichnis, welche den Verlauf der Wanderwege sowie Ausgangspunkt, Ziel und die wichtigsten Zwischenziele jeder Route vorgeben.

 

 

Die Bestimmung der Zielangaben auf den Wegweisern erfolgt nach folgendem Vorgehensschema:

 

 

1. Für jede Route werden die Standorte in einer Routen-Standortliste in Gehreihenfolge aufgelistet und einer der Kategorien A, B, C zugeordnet.

 

 

2. Auf der Routen-Standortliste werden die Ziele in beiden Richtungen nach folgenden Regeln eingetragen:

  • A-Standorte werden auf jedem Wegweiser aufgeführt, bis sie erreicht sind.
  • Auf jedem Wegweiser wird als Nahziel der nächste A- oder B-Standort aufgeführt.
  • Weitere B-Standorte können je nach Bedarf und Platz (max. 4 Zeilen) aufgeführt werden.
  • Wegweiser auf Standorten der Kategorie C enthalten die gleichen Ziele wie der vorangehende Wegweiser.
  • Einmal genannte Ziele müssen in der Folgewegweisung wieder aufgeführt werden, bis diese Ziele erreicht sind.

 

 

3. Für jeden Standort werden die zugehörigen Wegweiser aus den Routen-Standortlisten in ein Standortformular übertragen. Pro Gehrichtung kann die Zahl der Wegweiser optimiert werden, indem Routen in gleicher Richtung unter Verwendung eines Routentrennstrichs zusammengefasst werden. Gemeinsame Nahziele werden nur einmal aufgeführt.

 

 

Zeitberechnung


Die Zeitangaben werden basierend auf einer durchschnittlichen Wandergeschwindigkeit ohne Pausen von 4,2 km pro Stunde im ebenen Gelände berechnet. Eine einheitliche Formel für die Berücksichtigung der Höhendifferenzen und Steigungsverhältnisse wurde von den Schweizer Wanderwegen definiert.

Die Berechnung erfolgt vorzugsweise mit einem geografischen Informationssystem basierend auf dem digitalen Höhenmodell DHM25. Wo das Wanderwegnetz noch nicht in digitaler Form vorliegt, wird die Zeitberechnungstabelle der Schweizer Wanderwege oder alternativ ein Zeitberechnungsdiagramm verwendet. Bei besonders schwierigen (unwegsam, exponiert, stark coupiert etc.) oder sehr steilen (> 40% Längsneigung) Verhältnissen wird die Zeitangabe nach Erfahrung (z. B. durch Begehung) bestimmt.

 


Wichtige Dokumente und Links:

 

Norm SN 640 829a «Signalisation Langsamverkehr»

Handbuch Signalisation Wanderwege

 

Kursunterlagen

Checklisten

Anleitungen

 

Standortformular

 

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