Wegweiser

 

Wanderrouten werden durch Wegweiser mit Ziel- und gegebenenfalls Zeitangaben signalisiert. Diese stehen an den Ausgangspunkten, Zielen und Zwischenzielen aller Routen sowie an allen Verzweigungen von Wanderwegen. Sie geben Auskunft über Wegkategorie und Wanderziele und gegebenenfalls über Gehzeiten und Standort. Die Gestaltungselemente der Wegweiser werden durch die SN 640 829a verbindlich festgelegt.

 

 

Zielangaben


Ziele sind Ausgangs- und Endpunkte von Routen sowie Orte von grösserer Bedeutung entlang einer Route. Die Ziele werden im Rahmen der Wanderwegplanung festgelegt. Auf dem Wegweiser werden Ziele von oben nach unten in Gehrichtung angegeben.

Die Schreibweise der Ziele entspricht dem Verzeichnis «SwissNames» resp. der aktuellsten Landeskarte 1:25 000. Ist ein Ziel nicht mit einem Namen in «SwissNames» eingetragen, so kann beim Bundesamt für Landestopografie swisstopo ein entsprechender Eintrag beantragt werden.

Die Ziele werden wie folgt unterteilt:

  • Nahziel: Entspricht dem nächstgelegenen Zwischenziel und wird auf dem Wegweiser zuoberst aufgeführt
  • Zwischenziele: Orte von grösserer Bedeutung, Schnittstellen zum öV und MIV sowie bedeutende Verzweigungen und Kreuzungen von Routen
  • Routenziel: Bildet den Abschluss der Route und wird auf dem Wegweiser zuunterst aufgeführt. Der Ausgangspunkt der Route ist das Routenziel der Gegenrichtung
  • Identifikationsziele: Zwischenziele, die mehrere Routen mit gleichem Ausgangspunkt und Routenziel eindeutig voneinander unterscheiden.

 

 

Zusatzsymbole


Ziele können mit maximal drei Symbolen ergänzt werden. Diese geben eine zusätzliche, für das Verständnis der Wegweisung nicht zwingend notwendige Information zum jeweiligen Ziel.

  • Symbole werden auf Wegweisern mit Zielangaben dem jeweiligen Ziel nachgestellt (Grösse: 30 mm)
  • können aber auch auf Wegweisern ohne Angaben verwendet werden
  • werden stets in Gehrichtung ausgerichtet
  • bei richtungsneutraler Darstellung werden sie nach links ausgerichtet
  • sobald ein Symbol angegeben wird, ist dieses auf jedem Wegweiser aufzuführen, bis das entsprechende Ziel erreicht ist.


Da Wanderwege wo immer möglich mit dem öffentlichen Verkehr verknüpft sind, werden Haltestellen des öffentlichen Verkehrs bei grösseren Ortschaften in der Regel nicht mit Symbolen angezeigt. Symbole sind hingegen sinnvoll, wenn Haltestellen nicht offensichtlich zu erwarten sind oder wenn sie zur Unterscheidung von mehreren Routenzielen in der gleichen Ortschaft dienen.


Verpflegungs- und Unterkunftsangebote werden nur dort angegeben, wo der Wanderer diese nicht erwartet (d. h. ausserhalb des Siedlungsgebietes). Bei der Verwendung von Symbolen ist sich ändernden Gegebenheiten (Öffnungszeiten, Fahrpläne) Rechnung zu tragen.

 

 

Zeitangaben


Zeitangaben ergänzen die Zielangaben bei allen Ausgangspunkten, Routenzielen und Zwischenzielen. Die Zeitangaben (Einheiten h, min) werden auf 5 min gerundet. Ab einer Zeitangabe von drei Stunden werden Angaben mit x h 5 min oder x h 55 min auf die volle Stunde gerundet. An einem Standort enthalten entweder alle oder keine Wegweiser Zeitangaben.

Zeitberechnungsdiagramm & -formular

 

 

Routentrennstrich


Werden auf einem Wegweiser mehrere (maximal vier) Routen angegeben, so werden diese mit einem Routentrennstrich voneinander getrennt. Gemeinsame Nahziele werden nur einmal aufgeführt.

 

 

Kombinationen


Werden Wanderwege und Bergwanderwege auf einem Wegweiser kombiniert, so wird die Breite des roten Balkens in der Wegweiserspitze gemäss angepasst. Der schwierigste Abschnitt einer Route bestimmt die Signalisation der nachfolgenden Abschnitte.

Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, dass sich Alpinwanderwege für den Wanderer optisch klar von Wander- und Bergwanderwegen abgrenzen. Aus diesem Grund sind die Wegweiser blau. Eine Kombination von Alpinwanderrouten mit Wander- und Bergwanderrouten auf einem Wegweiser ist nicht möglich. Alpinwanderrouten sollten deshalb wo möglich erst im anspruchsvolleren Gelände, d. h. beim Anfang des Alpinwanderweg-Abschnittes, beginnen. Ansonsten werden Alpinwanderrouten auch auf Wander- / Bergwanderweg-Abschnitten mit blauen Wegweisern signalisiert.

 

 

Spezialhinweise


Spezialhinweise können unterhalb des Routenziels mit einer Schrifthöhe von 20 mm angegeben werden. Beispiele für Spezialhinweise:

  • nach 100 m links
  • Unterführung benutzen
  • Panoramaweg
  • Rundweg
  • Höhenweg
  • alte Averserstrasse

 

 

Standortfeld


Das Standortfeld informiert an Ausgangspunkt, Ziel und allen Zwischenzielen von Wanderrouten über Standort und Höhe über Meer. Die Schreibweise des Standortes entspricht den Zielangaben auf den Wegweisern. Die Höhenangabe stimmt mit der in der Landeskarte 1:25 000 aufgeführten Höhenkote oder mit dem DHM25 überein. Werden ausnahmsweise an zusätzlichen Standorten Wegweiser mit Ziel- und Zeitangaben verwendet, kann bei Fehlen eines Flurnamens die in der Landeskarte 1:25 000 angegebene Höhenkote aufgeführt werden. Pro Standort wird nur ein Standortfeld möglichst beim obersten Wegweiser angebracht. Es kann in den Wegweiser integriert oder auch separat angebracht werden. Auch an Standorten mehrerer Langsamverkehrsformen ist ein Standortfeld ausreichend.

 


Wichtige Dokumente und Links:

 

Norm SN 640 829a «Signalisation Langsamverkehr»

Handbuch Signalisation Wanderwege

 

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