Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS)

Wanderwege stehen unter fortlaufendem Druck anderer Interessen wie der Ausweitung der Bauzonen, Strassenbau, Land- und Forstwirtschaft: Wege werden ausgebaut und mit Hartbelag versehen, begradigt, nivelliert oder müssen verlegt werden. Die Wege begleitende Kleinstrukturen wie Trockenmauern, Bäume und Hecken, aufwendig zu unterhaltende oder für andere Interessen, als das Wandern, ungeeignete Wegstrukturen werden ausgeräumt.

8‘000 km IVS (Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz)-Strecken «mit Substanz» oder «mit viel Substanz» sind auf Wanderwegen mit Naturbelag in allen Regionen zu finden. Zusätzlich bestehen 13‘000 km IVS-Abschnitte, die nicht auf Wanderwegen liegen und eine potentielle Chance für eine attraktive Umlegung bei Integration ins Wanderwegnetz bieten.

Ab 2017 entwickeln die Schweizer Wanderwege gemeinsam mit der Fachstelle des Bundes für Wanderwege und IVS des ASTRA Materialien für die verschiedenen Akteure und integrieren die Thematik in die Ausbildung von Wanderwegverantwortlichen. 

Gesetzliche Grundlagen

Gemäss Bundesgesetz über Fuss- und Wanderwege (FWG) Art. 3 sind historische Wegstrecken nach Möglichkeit in den Wanderwegnetzen einzubeziehen. Die Verordnung über das Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (VIVS) Art.6 sieht vor, Objekte mit der Klassierung «historischer Verlauf mit viel Substanz» in ihrer ganzen Substanz ungeschmälert; Objekte mit der Klassierung «historischer Verlauf mit Substanz» mit ihren wesentlichen Substanzelementen ungeschmälert; und Wegbegleiter in ihrem funktionalen Zusammenhang mit dem Objekt zu erhalten.