Güterwege

An die Wege im Landwirtschaftsgebiet werden vielfältige Ansprüche gestellt: Die Bewirtschafter sind auf eine zweckmässige Erschliessung ihrer Nutzflächen angewiesen. Die Wege müssen ausreichend dicht und mit grossen Fahrzeugen befahrbar sein. Dem stehen die Anliegen der Erholungssuchenden sowie des Natur- und Landschaftsschutzes gegenüber. Ihr gemeinsames Interesse ist eine intakte Natur, ein harmonisches Landschaftsbild und reizvolle Wege.

Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Landwirtschaftsgebiets als Erholungsraum einerseits und des zunehmenden Drucks auf die Biodiversität andererseits besteht ein grosses öffentliches Interesse an der Vereinbarkeit all dieser Ansprüche. Die Herausforderung besteht darin, den Anspruchsgruppen möglichst gerecht zu werden, ohne Beeinträchtigung der Landschaft und Gefährdung empfindlicher Arten durch zusätzliche Störungen.

 

Forst- und Güterstrassen: Asphalt oder Kies

Der Bund und die meisten Kantone subventionieren ausschliesslich die Erstellung, den Ausbau und die Instandstellung von Güter- und Forststrassen. Laufende Unterhaltsarbeiten von Kieswegen werden nicht subventioniert. Dies führt zu einem Nachteil bei der Förderung von Kieswegen. Auf Grund geringerer Restkosten, entscheiden sich viele Strasseneigentümer für Asphalt. Den Anforderungen nach hartbelagsfreien Wanderwegen entspricht dies nicht. Bei zukünftigen Agrarreformen sollten die Fördermassnahmen für die Erhaltung traditionell ausgestalteter Güterwege mit naturnaher Oberfläche, Massstäblichkeit und Linienführung erneut geprüft werden.

 

Sanierung von Forst- und Güterwegen im Ortsmischverfahren

Wegoberflächen, die im Ortsmischverfahren stabilisiert werden, sind deutlich landschaftsverträglicher und wanderfreundlicher als Asphalt- oder Betonbeläge, weil das Erscheinungsbild der Kieswege weitgehend erhalten bleibt. Die zu sanierende Wegoberfläche wird gebrochen, mit einem hydraulischen Bindemittel versetzt und planiert. Ein Deckbelag oder das Zuführen von Kies sind nicht notwendig.

Faktenblatt Sanierung von Wegen im Ortsmischverfahren