Wegkontrolle

 

Die Kontrolle der Wege und Kunstbauten erfolgt durch Begehungen, die mindestens alle drei Jahre durchgeführt werden. Je nach Beschaffenheit und Alter eines Bauwerks können auch kürzere Kontrollabstände angezeigt sein, ebenso auf besonders anfälligen Wegabschnitten, insbesondere nach heftigen Unwettern. Oft wird gleichzeitig mit der Wegkontrolle auch die Signalisation überprüft. Als Hilfsmittel für die Kontrolle des Wegzustandes stehen eine Checkliste und ein Protokollblatt zur Verfügung.


Werden Schäden festgestellt, die für die Wegbenützenden eine gefährliche Falle bilden können, müssen umgehend Massnahmen zur Unfallvermeidung getroffen werden. Wenn eine Behebung innert angemessener Frist nicht möglich ist, kann bei kleineren Schäden das Anbringen eines Gefahrensignals oder einer Abschrankung unmittelbar bei der Gefahrenstelle genügen (Verhältnismässigkeit). Lässt sich die Gefährdung der Wegbenutzer mit diesen Massnahmen nicht auf ein angemessenes Mass reduzieren, muss der Weg gesperrt werden. Dies kann z.B. durch Abdecken der Wegweiser an den Ausgangspunkten der Routen sowie durch das Aufstellen von Absperrvorrichtungen auf dem betroffenen Wegabschnitt erfolgen (oft in Kombination mit Fussgänger-Verbotstafeln, vgl. Handbuch «Signalisation Wanderwege», ASTRA, Schweizer Wanderwege, 2013). Wenn möglich wird eine Umleitung signalisiert. Bei länger dauernden Wegsperrungen sollte in angemessenen Zeitabständen kontrolliert werden, ob die Absperrungen noch intakt sind.


Der Umgang mit Naturgefahren auf Wanderwegen wird im Leitfaden Gefahrenprävention und Verantwortlichkeit auf Wanderwegen (ASTRA, Schweizer Wanderwege 2017) erläutert. Soweit aufgrund von Gefahrensituation und Wegkategorie ein Handlungsbedarf besteht, sollte die zuständige kantonale Fachstelle beigezogen und in Absprache mit dieser festgelegt werden, ob und welche Schutzmassnahmen (organisatorisch, baulich, planerisch) durch die Wanderweg-Verantwortlichen bzw. weitere Fachpersonen ausgeführt werden. Vor allem bei wiederkehrenden Massnahmen (z.B. Wegkontrollen, Felsreinigung, temporäre Wegsperrung) kann die Erstellung eines Sicherheitskonzepts zweckmässig sein.

 


Schadensmeldungen
Das systematische Erfassen von Schadensmeldungen ist ein wirksames Instrument zur Qualitätsförderung. Ein gutes Kontaktnetz zu lokalen Betrieben (Landwirtschaft, Forst, Bahnen etc.) trägt dazu bei, dass festgestellte Schäden rasch gemeldet werden. Kontaktadressen an Wegweiserstandorten erleichtern Schadensmeldungen durch Wandernde. Nützlich sind auch Meldeformulare, z. B. im Internet.

Das Erfassen der Schadensmeldungen erfolgt in der Regel durch die kantonale Wanderweg Fachorganisation im Rahmen einer Leistungsvereinbarung mit dem Kanton.

 

 

Wichtige Dokumente und Links:

 

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