Böschungsentwässerung

 

Sofern Hänge und Böschungen mit einer geschlossenen Vegetationsdecke bewachsen und keine Anzeichen von Erosion oder Rutschungen erkennbar sind, ist keine Entwässerung nötig. Bei durchnässten instabilen Böschungen ist eine Entwässerung der berg- und allenfalls der talseitigen Böschung angezeigt.

 


Entwässerung mittels Strauchpflanzungen
Böschungen mit geringen, aber kontinuierlich anfallenden Wassermengen können mittels Strauchpflanzungen wirksam entwässert werden. Die Sträucher nehmen über die Wurzeln kontinuierlich Wasser auf und verdunsten es über die Blätter. Eine Strauchpflanzung wirkt wie ein flächendeckendes Pumpsystem, das den Boden bis in tiefer liegende Schichten entwässert. Zudem wird die Böschung durch das Wurzelwerk gefestigt. Strauchpflanzungen für die Entwässerung sollten von Fachleuten erstellt werden. Adressen von spezialisierten Unternehmen sind auf der Website des Vereins für Ingenieurbiologie abrufbar (www.ingenieurbiologie.ch).

Sickerschlitze und Kiesschürzen
Beim Bau von Wanderwegen im Hang werden oft Wasser führende Schichten angeschnitten. Um solche Böschungen wirksam zu entwässern und zu stabilisieren, werden Y-förmige Sickerschlitze erstellt und mit Schotter oder Sickerbeton verfüllt. Bei grossflächigen Wasseraustritten werden oft ganze Sickerflächen, Kiesschürzen genannt, in die Böschung eingebaut. Das aus den Sickerschlitzen oder Kiesschürzen austretende Wasser wird in einer Längsentwässerung gefasst.

 

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